Wirtschaftlichkeit und Fördermöglichkeiten für Unternehmen

Förderungsmöglichkeiten, betriebliche Gesundheitsförderung © FRANCESCO RIDOLFI - Fotolia.com

 

Seit 2008 sind Leistungen des Arbeitgebers zur Gesundheitsförderung seiner Arbeitnehmer bis zu 500,- € im Jahr steuer- und sozialversicherungsfrei (§ 3 Nr. 34 EStG; § 52 Abs. 4c EStG).

 

Folgende Maßnahmen sind begünstigt:

  • Gesundheitskurse zur Verbesserung des allgemeinen Gesundheitszustandes,
    die sogenannte
    Primärprävention nach § 20 Abs. 1 SGBV und
  • die betriebliche Gesundheitsförderung nach
    § 20a SGB
    V

 

Dazu zählen folgende Bereiche:

  • Bewegungsgewohnheiten/arbeitsbedingte körperliche Belastungen
  • Ernährung/Betriebsverpflegung
  • Stressbewältigung/Entspannung/psychosoziale Belastungen
  • Suchtmittelkonsum (z.B. Förderung des Nichtrauchens)

 

Genaueres ist im 'Leitfaden Prävention‘ nachzulesen.

 

Voraussetzung ist, dass die Maßnahmen zusätzlich zum Arbeitslohn geleistet werden.

Ebenfalls von der Steuerbefreiung begünstigt sind Zuschüsse des Arbeitgebers an die Mitarbeiter, die diese für extern durchgeführte Maßnahmen aufwenden. Beiträge für dauerhafte Mitgliedschaften in Sportvereinen oder Fitnessstudios fallen nicht unter die Regelung.

 

Wird der Freibetrag von 500,- Euro überschritten, ist nur der übersteigende Betrag steuer- und sozialversicherungspflichtig. Ausnahme: Maßnahmen im ganz überwiegend eigenbetrieblichen Interesse des Arbeitgebers werden zu Ihrem Vorteil dabei nicht berücksichtigt, weil sie gar kein Arbeitslohn sind (BFH, Urteil vom 30.5.2001, Az. VI R 179/99, BStBl. 2001 II S. 671). Das sind Maßnahmen, die einer spezifisch berufs-

bedingten Beeinträchtigung der Gesundheit des Arbeitnehmers vorbeugen oder ihr entgegenwirken, zum Beispiel für Leistungen nach dem sog. FPZ-Rückenkonzept bei Arbeitnehmern an Bildschirmarbeitsplätzen (BFH, Beschluss vom 4.7.2007, Az. VI B 78/06, BFH/NV 2007 S. 1874).

 

Quelle: www.steuertipps.de